Moderation & Sanktionsmöglichkeiten

Sanktionen

Diskussionsprozesse in Discourse sind nie anonym. Alle Teilnehmer agieren unter einer verifizierten digitalen Identität und sind in ihrer Community normalerweise namentlich bekannt. Die die Moderation/Administration hat Zugriff auf die im Benutzerkonto gespeicherten Kontaktdaten (Mailadresse, ggf. Mobilnummer).

Im Vergleich zu den kommerziellen Werbe-Plattformen, die man „soziale Medien“ nennt oder zu Chat-Gruppen (WhatsApp, Signal, Discord, Matrix oder Telegram) sinkt das Risiko von Eskalationen erheblich, es ist aber nicht “gleich Null“. Wie bei einem Fussballspiel kann es von Fall zu Fall nötig sein, „gelbe und rote Karten“ auszuteilen. Moderatoren können dafür abgestufte Discourse Funktionen nutzen, um aufgeheizte Debatten zu beruhigen.

  • Das automatische System der Vertrauensstufen (“trust level“) vermeidet, dass unerfahrene Teilnehmer einen Diskurs stören oder erstellte Arbeitsergebnisse leichtfertig durcheinander bringen. Das Vertrauen und damit verbundene Einflussmöglichkeiten auf eine Community wird automatisch erteilt, kann aber jederzeit durch einen Moderator wieder entzogen werden.

  • Jeder Teilnehmer und ebenso die Moderatoren können einzelne Teilnehmer über private Nachrichten direkt ansprechen („DN“ - direkte Nachricht), wenn etwas „daneben“ geht. Diese Ansprache kann eine private Text-Nachricht oder eine Chat-Nachricht sein.

  • Moderatoren können eine farblich hervorgehobene „staff notice“ als offizielles Statement des Forums-/Community-Betreibers formulieren, das von der Community wahrgenommen wird.

  • Neue Nachrichten innerhalb eines Themas können über den „topic timer“ für einen bestimmten Zeitraum (Stunden, Tage) ausgesetzt werden, um Ruhe in eine Diskussion zu bringen.

  • Mit dem „slow mode“ wird die Antwort-Frequenz in einem Thema pauschal verlangsamt. Neue Posts können nur in bestimmten Zeitabständen erscheinen (z.B. nur einmal pro Tag).

  • Flagging und „review“: Nachrichten können durch andere Teilnehmer der Community als unangemessen „ge-flaggt“ werden. Nach Erreichen bestimmter Schwellenwerte landen neue Texte der vom „flagging“ betroffenen Person in einer Warte-Schlange der Moderation. Diese bewertet den Text und gibt die Nachricht ggf. wieder frei.

  • „silencing“: Beim „silencing“ wird ein Teilnehmer für eine bestimmte Zeit stumm geschaltet und kann keine neuen Posts Nachrichten veröffentlichen. Er kann allerdings weiterhin alles lesen, „likes“ vergeben und auf private Nachrichten antworten. Auch die Kommunikation mit der Moderation ist möglich.

  • Bei der Suspendierung wird der Teilnehmer für eine bestimmte Zeit ganz aus dem Forum ausgeschlossen. Er kann sich dann nicht mehr anmelden, weder auf einem Mobilgerät noch auf der Browser-Oberfläche.