SZ Dossier zur gefühlten und bei Grünens offenbar überschätzen Bedeutung von Tiktok als Informationsmedium, 21.4.2024. Zitat
Fraglich, ob sich die Grünen einen Gefallen tun, wenn sie ihre politische Kommunikation nun auf Tiktok verlagern, höchstens ein Jahr vor Beginn des nächsten Bundestagswahlkampfs. Denn vielleicht ist die Plattform gar nicht die politische
Wunderwaffe, die PR-Berater und manche Partei-Strategen in ihr sehen wollen.
Ich würde aus meiner Nutzererfahrung auf Tiktok nicht davon sprechen, dass die politische Kommunikation verlagert wird, sondern Tiktok das Angebot in der Breite nur ergänzt. Es werden dieselben Inhalte wie auf den anderen Plattformen ausgespielt.
Es ging der Nutzung der Plattform bestimmt eine Abwägung voraus, ob man sie nutzen solle oder nicht. Ich kann es für meinen Teil begrüßen, dass die Grüne Partei dort ebenfalls aktiv ist.
Ich denke ähnlich, auch wenn ich Tiktok nicht nutze. Dass eine Partei auf digitalen Massenmedien Präsenz zeigt, ist selbstverständlich. Die spannende Frage ist, ob diese Präsenz mit strategisch klug gesetzten Inhalten realisiert wird, die zum Medium und zur Nutzergruppe passen. Ober ob man sich mit „wir sind jetzt auch auf Tiktok“ zufrieden gibt. Bei vielen Politikern dürfte es eher Variante 2 sein. Allzu plumpes Anbiedern an „die Jugend“ kann da leicht peinlich wirken.